06.04.2026 in Kommunalpolitik
13 Kandidatinnen und Kandidaten auf der Kreisliste
Für den Wahlbereich Bad Zwischenahn können nach den rechtlichen Vorgaben 13 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt werden. Alle Listenplätze konnten besetzt werden. Es handelt sich bei der Liste um einen Vorschlag, der noch von der Kreisdelegiertenversammlung der SPD Ammerland am 18. April in Westerstede bestätigt werden muss. In der Regel folgt die Versammlung den Vorschlägen aus den Ortsvereinen.
Angeführt wird der Listenvorschlag von Katharina Fischer-Sordon (37) aus Ohrwege, aktuell bereits im Kreistag und dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Auf Platz 2 folgt Dirk Hinrichs. Auf Platz 3 und 4 kandidieren die beiden Kreistagsabgeordneten Beate Logemann und Merle Heßler erneut für den Kreistag. „Wir freuen uns auf den Wahlkampf und wollen gemeinsam mit unserem Landratskandidaten Björn Meyer für den sozialen Zusammenhalt im Ammerland kämpfen“, betonte Katharina Fischer-Sordon auf der Versammlung. Auch Björn Meyer war anwesend und stellte sich sowie wichtige Eckpunkte seines Wahlprogramms vor.
03.04.2026 in Ortsverein
Vorstand mit vielen neuen Gesichtern
Auf der Jahreshauptversammlung wurde der neue Vorstand, der den Wahlkampf maßgeblich organisiert und wichtige Impulse für die Politik vor Ort aber auch auf höheren Ebenen gibt, einstimmig gewählt. Als erste Vorsitzende wurde Monika Schwass aus Wehnen/Bloh im Amt bestätigt, es ist ihre zweite Amtszeit. Stellvertretende Vorsitzende bleibt Halide Acar. Die Schlüsselpositionen im geschäftsführenden Vorstand – Schriftführer und Kassierer – wurden neu besetzt. Dennis Schröder und Rudolf Robbert traten aus persönlichen und zeitlichen Gründen nicht erneut an. Der Ortsverein bedankte sich bei ihnen für die langjährige und zuverlässige Tätigkeit.
Das Amt des Schriftführers übernahm Alexander Brüntjen, unterstützt wird er dabei von Marion Glaubke. Für die Finanzen ist zukünftig Reimund Sellere zuständig. Komplettiert wird der Vorstand durch die Besitzerinnen und Beisitzer: Menal Challal, Dirk Hinrichs, Stefan Agena und Rolf Oeljeschläger. „Trotz der schwierigen Situation der Partei im Bund, leisten wir vor Ort in Bad Zwischenahn sehr gute Arbeit und können dadurch neue Mitglieder für unseren Vorstand gewinnen“, zeigte sich Monika Schwass erfreut über das Ergebnis der Wahl.
25.02.2026 in Ortsverein
Noch immer sind Frauen in niedersächsischen Kommunalparlamenten mit rund einem Drittel der Mandate unterrepräsentiert. Mit dem Mentoring-Programm Frau.Macht.Demokratie möchte das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung mehr Frauen für die kommunalpolitische Arbeit begeistern.
Über ein Jahr lang begleiteten an Kommunalpolitik interessierte Frauen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Damit erhielten die Teilnehmerinnen des Mentoring-Programms einen vertieften Einblick in den politischen Alltag und hatten die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Durchgeführt wurde das Programm von der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung e.V.
Aus Bad Zwischenahn haben Aleksandra Münder (als Mentee) und unsere Fraktionsvorsitzende, Katharina Fischer-Sordon (als Mentorin) teilgenommen. Insgesamt gab es drei Frauen aus dem Ammerland, die das Programm durchlaufen haben. Christina Mercedes-Opel aus Ocholt wurde von dem Landtagsabgeordneten und Landratskandidaten Björn Meyer begleitet.
Unsere Fraktionsvorsitzende Katharina Fischer-Sordan und Aleksandra Münder haben zum Programm kurz Stellung genommen. Hier das Video dazu!
20.01.2026 in Fraktion
Die SPD-Fraktion die Gründung der „Bad Zwischenahner Energie GmbH“ beantragt. Der Antrag wurde in der letzten Ratssitzung im Dezember mehrheitlich beschlossen.
Neben der Gemeinde Bad Zwischenahn soll an der Energiegesellschaft auch eine zu entwickelnde Bürgerenergiegenossenschaft beteiligt sein. Die Energiegesellschaft soll der Gemeinde die Möglichkeit geben, sich künftig an Windenergieanlage im Gemeindegebiet zu beteiligen sowie eigene Freiflächen-Photovoltaikanlagen zu errichten und zu betreiben.
Über die Bürgerenergiegenossenschaft sollen alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde die Möglichkeit erhalten, sich finanziell an diesen Projekten zu beteiligen und so unmittelbar von den Erträgen der Energiewende zu profitieren.
Begründung:
Die Gemeinde Bad Zwischenahn hat auf Basis eines früheren Antrages von SPD, Grünen und FDP die Möglichkeiten einer Beteiligung an Windenergieprojekten prüfen lassen und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Gründung einer eigenen Energiegesellschaft hierfür eine sinnvolle Grundlage bildet.
Hintergrund ist, dass durch das „Wind-an-Land-Gesetz“ alle Kommunen in Deutschland verpflichtet wurden, Flächen für Windenergie auszuweisen. Dieser Verpflichtung sind wir in Bad Zwischenahn nachgekommen und inzwischen liegen konkrete Projektanträge zur Errichtung von Windenergieanlagen vor. Um an diesen Projekten wirtschaftlich teilhaben zu können, halten wir die Gründung einer kommunalen Energiegesellschaft für notwendig.
Darüber hinaus hat die Gemeinde 2022 als erste Kommune in Niedersachsen ein Regionales Energiekonzept Solarenergie mit lokalen Stakeholdern erarbeitet und dafür den Klimaschutzpreis der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen erhalten. Wir halten es daher für sinnvoll, dieses Konzept auch praktisch umzusetzen, indem die Gemeinde mit einer eigenen Gesellschaft eine Freiflächen-PV-Anlagen errichtet und betreibt.
Ein weiterer und wesentlicher Aspekt ist die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger: Über die Beteiligung einer Bürgerenergiegenossenschaft an der neuen Gesellschaft wird eine direkte finanzielle Teilhabe ermöglicht. So können die Menschen vor Ort nicht nur ideell, sondern auch wirtschaftlich von den Erträgen der Energiewende profitieren.
24.12.2025 in Kommunalpolitik
Die SPD-Fraktion im Gemeinderat Bad Zwischenahn hat dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 zugestimmt.
Die Faktionsvorsitzende Katharina Fischer- Sordon betont: „Wir sichern Handlungsfähigkeit in schwierigen Zeiten – und erhalten damit eine starke Gemeinde mit hoher Lebensqualität.“
Kommunale Finanzen unter Druck
Wie in vielen Kommunen ist die Haushaltsberatung auch in diesem Jahr von erheblichen finanziellen Belastungen geprägt. Steigende Sozialausgaben und Personalkosten, Inflation, eine schwächere Konjunktur sowie eine unzureichende Gegenfinanzierung über das Konnexitätsprinzip setzen die kommunale Ebene massiv unter Druck. Bundesweit wird das kommunale Defizit für 2025 auf rund 25 Milliarden Euro geschätzt, für Niedersachsen auf etwa 3,7 Milliarden Euro. „Selbst finanziell vergleichsweise gut aufgestellte Gemeinden geraten inzwischen ins Minus – Bund und Land müssen die Kommunen endlich nachhaltig stärken“, so Katharina
Kreisumlage: Belastung, aber Kompromiss
Besonders kontrovers verlief in diesem Jahr die Diskussion um die Erhöhung der Kreisumlage. Während der Landkreis eine Anhebung um 5 bis 5,5 Punkte ins Spiel brachte, forderten die Gemeinden maximal 2 Punkte. Am Ende stand ein politischer Kompromiss von 2,25 Punkten, der von einer großen Mehrheit mitgetragen wurde und den „Weihnachtsfrieden“ wahrte. Für den Haushalt der Gemeinde bedeutet dies eine Mehrbelastung von rund einer Million Euro. Die SPD-Fraktion verbindet damit eine klare Erwartung: „Ein neuer Landrat oder eine neue Landrätin und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister müssen künftig gemeinsam nach Einsparpotenzialen suchen – etwa bei Doppelstrukturen, historisch gewachsenen Aufgaben oder freiwilligen Förderungen“, betont Katharina Fischer- Sordon.
Haushalt 2025: Noch stabil, aber Reserven schmelzen
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen kann die Gemeinde Bad Zwischenahn für 2025 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Das Defizit von rund 830.000 Euro wird vollständig aus der Überschussrücklage gedeckt. Die Steuereinnahmen entwickeln sich stabil, insbesondere die Gewerbesteuer sowie leicht steigende Einnahmen aus der Einkommensteuer, und die Zuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich liegen mit 16,5 Millionen Euro um etwa 1,1 Millionen Euro über der ursprünglichen Planung. Es gibt weder Steuererhöhungen noch neue Kredite, und freiwillige Leistungen werden nicht gestrichen; gleichzeitig wird der Schuldenabbau mit rund 1,5 Millionen Euro fortgesetzt, während Investitionen in Höhe von etwa 7,6 Millionen Euro finanziert weren.
Der Schwerpunkt liegt klar auf der kommunalen Daseinsvorsorge:
„Die Lage ist noch gut – aber die Plätzchen auf dem Weihnachtsteller werden weniger. Unsere Überschussrücklage schmilzt“, warnt die SPD-Fraktionsvorsitzende.
Ausblick: Zäsur ab 2026 – aktiv handeln statt abwarten
Ein sorgenfreier Blick in die Zukunft ist nicht möglich. Ab 2026 verstetigt sich das Defizit im Haushalt, für die Jahre 2027 und 2028 wird ein Minus von jeweils rund 1,6 Millionen Euro erwartet. „Wir können nicht einfach darauf warten, dass Bund oder Land den kommunalen Finanzausgleich ändern oder die Anteile an der Einkommensteuer erhöhen“, stellt Katharina Fischer- Sordon klar. Die SPD-Fraktion sieht deshalb auch die Gemeinde in der Pflicht, eigene Handlungsspielräume zu nutzen: durch aktive Wirtschaftsförderung und die Ansiedlung neuer Betriebe, eine gestaltende Rolle in der Energie- und Klimapolitik – etwa über die Energie GmbH –, eine solide Haushaltsführung mit weiterem Schuldenabbau und, wo nötig, eine ehrliche Überprüfung der lokalen Steuerpolitik. Große Projekte wie die Bewerbung zur Landesgartenschau oder die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Wandelhalle werden die Gemeinde zusätzlich fordern.
Dank, Mut und klares Bekenntnis
Zum Abschluss dankt Katharina Fischer- Sordon im Namen der SPD-Fraktion der Verwaltung, insbesondere dem Bürgermeister, dem Kämmerer und allen Mitarbeitenden, die zum guten Ergebnis beigetragen haben. „Nur gemeinsam werden wir in schwierigen Zeiten tragfähige Lösungen finden.“ Sie wirbt für Mut und Offenheit gegenüber neuen Wegen und Ideen: „Bad Zwischenahn ist eine starke Gemeinde mit hoher Lebensqualität. Das soll auch künftig so bleiben.“ Die SPD-Fraktion will diesen Weg konstruktiv begleiten und stimmt daher dem Haushaltsentwurf zu.
Lange Straße 13 26160 Bad Zwischenahn Tel.: 0441 36117511
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