Sigrid Rakow lädt zur Pflegekonferenz - und das Haus ist voll

Die Qualität der Pflege in Niedersachsen ist unzureichend. Dies ist allerdings nicht die Schuld der Pflegeeinrichtungen. Die unsoziale Politik und die Versäumnisse der jetzigen Landesregierung haben zu einem regelrechten Pflegenotstand im Land geführt. Dass alte Menschen gegen ihren Willen ihren Lebensabend ohne jede Intimsphäre in Mehrbettzimmern
verbringen müssen, ist ein entwürdigender Zustand, den wir nicht mehr länger dulden wollen.
Bis zum Jahr 2020 wird nach vorliegenden Prognosen die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Niedersachsen von jetzt etwa 220 000 auf mehr als 263 000 ansteigen Daraus ergeben sich große Herausforderungen für die Pflegeeinrichtungen, aber auch für das Land Niedersachsen.
Sigrid Rakow (MdL) hatte ihre Kollegin Ulla Groskurt als Mitglied im Ausschuss "Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit" zu Gast.
Ulla Grokurt (MdL) referierte, dass schon jetzt große Defizite in der Pflege festzustellen sind. So fehlt es landesweit an gut ausgebildeten
Pflegerinnen und Pfleger. Bis zum Jahr 2020 wird aber der Bedarf um mehr als 20 Prozent steigen. Die SPD will ein alternatives Programm aufsetzen und zählt dabei auf die Erfahrungen der Betroffenen.
Über 70 Gäste konnte Sigrid Rakow in Bad Zwischenahn begrüßen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertraten sowohl öffentliche Institutionen (Landkreis), Versicherungen, Pflegeeinrichtungen, Sozialverbände als auch Angehörige pflegebedürftiger Menschen.
Die SPD konnte ihre Vorschläge für die Verbesserung der Pflege in Niedersachsen gemeinsam mit den Beteiligten erörtern und dabei ihre Hinweise und Erfahrungen einfließen lassen.
Zuhören stand im Mittelpunkt!
Dabei kamen die Problempunkte zur Sprache:
- die Pflege und die Pflegenden haben keine Lobby
- qualifizierte Mitarbeiter/innen in der Pflege werden gesucht und nicht mehr gefunden
- die Kosten dürfen nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die Würde und Solidarität
- die privaten Krankenkassen haben bis zu 19 Mrd. Euro in der Pflegekasse
- die gesetzlichen Krankenkassen werden in 2 bis 3 Jahren leere Kassen besitzen
- die Finanzierung müsste solidarisch auf alle Einkünfte und Personen übertragen werden

Foto zeigt: Udo Möller, Landw. Soz. Vers. Träger Nds Bremen, Uwe Rose, Rose Häusliche Pflege, Westerstede, Ulla Groskurt MdL, Mitglied im Ausschuss „Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit“, Wolfgang Mickelat, SoVD, Vors. Sozialausschuss LK Ammerland,

Dennis Rohde bei der Begrüßung im Ammerland