BWK – Nachfolgenutzung: SPD sieht ökonomisch und ökologisch vernünftige Lösung in greifbarer Nähe

Veröffentlicht am 11.05.2011 in Fraktion

- Mehr Naturschutz und mehr Entsiegelung -

In ihrer Sitzung am Montag hat sich die SPD Ratsfraktion erneut intensiv mit der Nachfolgenutzung des BWK-Geländes befasst. Im Mittelpunkt standen die in der vergangenen Woche nochmals stark überarbeiteten Konzepte der Investoren und die Auswertung des umfangreichen Gutachtens zur touristischen Verträglichkeit.

Erfreut zeigen sich die Ratsmitglieder darüber, dass der favorisierte Investor BONA nunmehr verbindlich die von der SPD seit langem geforderte deutliche Reduzierung der Gesamtbettenzahl und eine Senkung der Gebäudehöhen vorgenommen hat und zudem die Seenutzung auf einen kleinen Bootshafen beschränkt bleibt. Darüber hinaus ist der Abstand zwischen dem Meer und der Bebauung in Richtung Bachstelzenweg durch den Wegfall von sechs Appartementhäusern mit jetzt 200m fast verdoppelt worden. Neu aufgenommen wurden Freizeitangebote wie zum Beispiel ein Kletterwald.

„Wichtig ist, dass das Landschaftsschutzgebiet mit über 19 Hektar, das ist mehr als die Hälfte des gesamten Geländes, erhalten bleibt und deutlich weniger Fläche verbaut wird als die zurzeit überbaute Fläche. „Zusammen mit den nun geänderten Konzepten ist eine aus unserer Sicht ökonomisch und ökologisch vertretbare Lösung in greifbare Nähe gerückt!“, erklärt Fraktionsvorsitzender Detlef Dierks.

Von großer Bedeutung für die Entscheidung der SPD Fraktion ist das vorgelegte Gutachten zur touristischen Verträglichkeit. Es kommt zum Ergebnis, dass „die tourismuswirtschaftliche Verträglichkeit der drei Vorhaben insgesamt für Bad Zwischenahn und die Region niedersächsische Nordsee positiv bewertet werden“ kann. Des weiteren können nach dem Gutachten durch die touristische Nutzung zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, zusätzliche Gäste gewonnen und starke Umsatzzuwächse für Handel und Gewerbe erwartet werden. Stark profitieren wird zudem die gesamte Bauerschaft Rostrup und der Park der Gärten.

Der von einem Hotelier häufig genannte Kritikpunkt, dass die bestehenden Hotels und Ferienwohnungen massiv unter der geplanten Nachnutzung beim BWK-Gelände leiden würden, sind mit dem Gutachten (einsehbar unter www.bad-zwischenahn.de) eindeutig widerlegt.

Eine Verschiebung der Entscheidung auf die Zeit nach den Kommunalwahlen lehnt die SPD Fraktion ab. „Dieser Rat hat sich seit fünf Jahren mit dem komplexen Sachverhalt Nachfolgenutzung BWK-Gelände auseinandergesetzt und sollte folgerichtig auch darüber entscheiden. Die Bürger haben kein Verständnis mehr dafür, wenn Entscheidungen immer auf die Zeit nach den Wahlen verschoben werden. Nach der Wahl ist vor der Wahl und Politiker müssen Verantwortung tragen und dürfen sich nicht drücken, wenn es schwierig wird!“, so Detlef Dierks weiter.

 

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